So wird aus Ihrem Brainstorming ein Ideenfeuerwerk

von Deskbookers am 5. September 2016

Sicherlich sind Ihnen Brainstormings kein Fremdwort und Sie haben Erfahrungen mit dieser Arbeitsmethode gemacht. Weshalb sind einige Brainstormingsessions effektiver als andere? Haben Sie jemals ein Brainstorming mit dem Gefühl verlassen, dass das Team nicht wirklich etwas erreicht hat? Dieses Gefühl ist mindestens genauso frustierend wie eine kreative Denkblockade. Gute Brainstormingsessions können wunderbar erfrischend und motivierend sein. Wir geben Ihnen praktische Tipps, um Ihr nächstes Brainstorming zu einem Erfolg zu machen.


Grundsätzlich: das Erfolgsgeheimnis eines kreativen Brainstormings besteht darin, Menschen aus Ihrem gewohnten Umfeld zu entführen und völlig weg von allem Gewohnten aktiv werden zu lassen. Ein Team um einen runden Besprechungstisch herum zu platzieren und nach Ideen zu fragen ist wenig erfolgversprechend. Mit unseren Tipps um frischen Wind in Ihre Brainstormings zu bringen, sorgen Sie garantiert für ein kreatives Feuerwerk an Ideen.



Das Geheimnis eines erfolgreichen Brainstormings: weg von allem Gewohnten - “think outside the box”


Schlechte Ideen zuerst


Die besten Brainstormings entstehen, wenn alle Beteiligten sich wohl genug fühlen um alle - wirklich ALLE - Ideen in den Raum zu werfen, egal ob diese nun gut oder schlecht sind. Selbstverständlich möchte niemand von sich selbst bei anderen Teilnehmern das Bild vermitteln, unwissend oder schlecht informiert zu sein. Besonders wenn Manager oder Teilnehmer in Führungspositionen beteiligt sind, besteht diese Hemmschwelle, die einen negativen Einfluss auf die Produktivität eines Brainstormings hat.


Die Lösung, um diese Schwelle zu überwinden? Verbringen Sie am Anfang Ihrer Session einige Zeit damit, nur richtig schlechte Ideen in den Raum zu werfen. Gehen Sie als Moderator mit gutem schlechten Beispiel voran. Auf diese Weise erreichen Sie eine viel tolerantere und offenere Atmosphäre - das Eis ist gebrochen. Sobald Sie ein paar Minuten damit verbracht haben, grauenhafte Ideen sofort wieder zu verwerfen und herzlich darüber zu lachen, können Sie den Fokus auf Ideen richten, die wirklich einen Beitrag leisten. Und wer weiß: vielleicht inspiriert eine der schlechten Ideen die Gruppe zu genialen gegenteiligen Lösungsansätzen.



Schritt für Schritt


Wie kommen Sie aus ein paar einfallslosen Ideen zu vielen neuen,  frischen, kreativen Gedankengängen? Brechen Sie allgemeine Ideen in viele kleine Schritte herunter und bauen Sie darauf auf. Starten Sie mit einem generellen Thema, unterteilen Sie dieses in Unterthemen zu denen Sie jeweils Ideen sammeln. Sie können jedoch auch genau das Gegenteil tun: beginnen Sie mit der Lösung, die Sie erlangen möchten und überlegen Sie gemeinsam in welchen Schritten Sie diese erreichen können.


Eine Möglichkeit, um diese Mikro-Herangehenweise zu realisieren, ist alle Teilnehmer zwei bis drei eigene Vorschläge auf Post-Its aufschreiben zu lassen. Reichen Sie danach alle Post-Its innerhalb der Gruppe weiter und lassen Sie jeden die Ideen der anderen Teilnehmer “weiterspinnen”. Je nach Umfang des Themas können Sie dies in mehreren Runden tun. Beenden Sie diese Rotation mit einer Gruppendiskussion über die neuen Ideen, die so entstanden sind.



Mindmaps und Moodboards sind fantastische interaktive Brainstormingmethoden


Mindmaps


Mindmaps sind eine hervorragende Möglichkeit, um eingestaubten Denkweisen zu entkommen, die immer zu den gleichen einfallslosen Ideen führen. Geben Sie Ihrem Brainstorming Würze durch das Einbauen, indem Sie Wortspiele einbauen.


Eine fantastisches Variante des Mindmapping ist ein “Wordstorm”. Notieren Sie ein einzelnes Wort (welches im Entfernten mit dem Thema des Brainstormings zu tun haben sollte) gut sichtbar für alle auf einem Whiteboard oder Flipchart.  Jeder darf hemmungslos zum Besten geben, welche Begriffe ihm zu diesem Wort einfallen. Hierbei ist nichts unmöglich: Synonyme, Assoziationen oder Metaphern - lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und denken Sie nicht zu viel nach - diese Übung dient schließlich zur Auflockerung. Halten Sie alle Ideen auf Post-Its fest.


Sobald Sie in der Gruppe genügend Wörter gesammelt haben, können Sie beginnen, die Wörter dem Zusammenhang nach zu gruppieren. Das Ziel dieser Übung ist, diese Gruppierungen schließlich mit dem eigentlichen Thema des Brainstormings zu assoziieren und auf völlig neue Out-of-the-box-Ideen zu kommen.


Mood-Board


Moodboards sind in der kreativen Welt von Designern, Werbeagenturen und Redakteuren bereits seit langen beliebte Instrumente, um durch Bilder, Formen, Farben, Textschnipseln ud Zeitungsauschnitten einen emotionalen Bezug zu einem Thema herzustellen. Weg vom nüchternen Ideen aufschreiben - hin zu sehen, hören, fühlen. Auf diese Art und Weise entwickeln alle beteiligten ein viel intensiveres Auseinandersetzen mit dem Inhalt des Brainstormings. Ein Moodboard ist super einfach zu erstellen, daher ist es ein hervorragendes Instrument um kreatives Denken während eines Brainstormings zu stimulieren. Natürlich können Sie auch auf die digitale Variante - beispielsweise mit Pinterest - zurückgreifen.


Kritzeln


Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Kritzeln Kreativität anspornt, die Aufmerksamkeitsspanne erhöht und einen positiven Einfluss sowohl auf das Kurzzeit- als auch auf das Langzeitgedächtnis hat. Worauf warten Sie also? Kritzeln Sie darauf los! Wir sind daran gewöhnt, in Brainstormings vor allem zu sprechen und zu lesen. Aus diesem Grund ist dieser Ausbruch aus der traditionellen Herangehenweise ein Stimulant für unerwartete Ideen und kreatives Gedankengut.



Kritzeln Sie drauf los!


Ortswechsel


Eine Veränderung der gewohnten Umgebung ist nicht nur eine gelungene Abwechslung vom Alltag, sondern beeinflusst auch die Gehirnaktivität des Menschen. Aus wissenschaftlichen Studien geht hervor, dass eine kreative Umgebung die Bildung neuer Gehirnzellen sowie die Verknüpfung von Neuronen anregt. Das bedeutet, dass der Ort, an dem Sie Ihr Brainstorming durchführen, einen großen Einfluss auf die Produktivität hat.


Wählen Sie eine Meetinglocation, die Sie nicht für reguläre und regelmäßige Besprechungen nutzen. Sollte dies nicht möglich sein, dann versuchen Sie, den Raum anders einzurichten, umzuräumen oder auf andere Weise für Veränderung zu sorgen. Auch stehen, laufen oder in Gruppen in lockerer Aufstellung sitzen trägt zu einer kreativeren Atmosphäre bei. Kurzum, alles was Sie gewöhnlich nicht in einem Meeting tun, ist eine aktivere Bereichung für den Erfolg Ihres Brainstormings.